Babyprojekt

Babyprojekt 2020
von Yngve Engstfeld (Klasse 9e)

Bevor wir die „Babys“ bekommen haben, trafen wir uns mehrmals gemeinsam mit Frau Maskos und Frau Böhme im Musikraum und haben an verschiedenen Themen gearbeitet. Wir haben uns immer auf das nächste Treffen gefreut. Wir haben z.B. über die Entwicklung und die Bedürfnisse eines Babys gesprochen. Dann besuchte uns eine Sozialpädagogin der diakonischen Schwangeren- und Schwangerschaftskonfliktberatung. Da uns dies so gut gefiel und wir noch einige Fragen zu bestimmten Themen hatten, machten wir noch einen zweiten Termin aus. Wir beschäftigten uns mit unterschiedlichen Verhütungsmethoden. Dabei konnten wir uns alle Verhütungsmittel anschauen sowie viele interessante Fragen klären. Außerdem sprachen wir noch über das erste Mal und einen möglichen Schwangerschaftsabbruch. Wir fanden die Themen sehr spannend und informativ. Denn auch wenn man einiges schon im Unterricht durchgenommen hat, bekamen wir so doch mehr Informationen, da alle ein gewisses Interesse an dem Gespräch hatten. Wir haben uns auch mit den Folgen von Alkoholkonsum während der Schwangerschaft auseinandergesetzt. Dazu hatten wir eine 17-jährige Schülerin zu Gast. Sie klärte uns über ihre „Fetale Alkohol-Spektrum-Störung“ auf und konnte unsere Fragen aus erster Hand beantworten. Bei einem anderen Treffen haben wir erfahren, wie es zu einem Schütteltrauma kommen kann. Anhand eines Simulators konnten wir sehen, welche Störungen das Schütteln eines Babys hervorrufen kann. Nachdem wir beim letzten Treffen schließlich den Umgang mit den Babys (Windeln wechseln, füttern, aufstoßen lassen usw.) geübt haben, freuten wir uns schon sehr auf unsere Babys. Wir hatten bereits privat eine WhatsApp-Gruppe eröffnet, in der alle acht Teilnehmer des Projekts hinzugefügt wurden. Als der große Tag gekommen war, warteten unsere Babys Fabian, Emma Joline, Marc, Dean Samuel, Lilya, Edo, Gina Katherin und Runa schon auf uns.

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Endlich bekam jeder „sein“ Baby, die Geburtsurkunde und eine Grundausstattung. Nun mussten wir uns vier Tage lang alleine um die Babys kümmern. Der erste Tag war am schwierigsten, da wir noch nicht so geübt im Umgang waren. Wir hielten stetig Kontakt zu den anderen Teilnehmern und haben versucht, uns gegenseitig zu unterstützen. Auch beim gemeinsamen Frühstück halfen wir uns, damit der andere etwas essen konnte. Es waren vier anstrengende und gleichzeitig schöne Tage. Uns allen fiel der Abschied von den Babys schwer, auch wenn es nur Simulatoren waren. Das Babyprojekt ließ uns spüren, was es bedeutet, rund um die Uhr Verantwortung für ein Baby zu übernehmen und dass wir alle noch nicht bereit für ein eigenes sind.
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Im Namen der gesamten Schule bedanken wir uns bei Familie Engstfeld für den gespendeten Kinderwagen sowie die Babyschale. Die nächsten Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden sich darüber freuen.
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Auch die Kreiszeitung und der Syker Kurier berichteten über unser Babyprojekt.


Link zum Artikel der Kreiszeitung:
https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/syke-ort44535/ein-baby-probe-kann-knochenjobwerden-
13497835.html


Link zum Artikel des Syker Kuriers:
https://www.weser-kurier.de/region/syker-kurier_artikel,-elternzeit-auf-probe-_arid,1893458.html

 

Baby-Projekt 2019

Von 27 Interessierten hatten acht Schülerinnen und zwei Schüler des 9. Jahrgangs in der Zeit vom 24.01. – 28.01.2019 die Gelegenheit, sich in die Lage einer Mutter bzw. eines Vaters zu versetzen. Die Grundidee des Baby-Projektes liegt darin, den Jugendlichen möglichst frühzeitig aufzuzeigen, was es bedeutet, rund um die Uhr Verantwortung für ein Baby zu übernehmen. Auch wenn es sich bei den Babys nicht um echte Säuglinge handelt, sind die Baby-Simulatoren hoch technisiert und melden sich mit authentischen Bedürfnissen. Die Jugendlichen hatten demnach die Aufgabe, die Babys zu füttern, die Kleidung und die Windeln zu wechseln sowie dem Baby Aufmerksamkeit zu schenken.

 

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Die Schülerinnen und Schüler können das Wohlbefinden des Babys über positive Laute der Simulatoren einschätzen. Bei fehlender Kopfunterstützung, grober Behandlung oder Ignorieren der Bedürfnisse reagiert es umgekehrt mit Unzufriedenheit und Weinen. Alle Ereignisse werden quantitativ sowie qualitativ protokolliert und zum Abschluss des Projektes in einem Bericht ausgedruckt und besprochen.
Durch die Auseinandersetzung mit den Aufgaben von Eltern konnten die Jugendlichen grundlegende Erfahrungen für ihre Zukunft sammeln. Zusätzlich gehört es zum Grundgedanken des Projektes, die Jugendlichen zu sensibilisieren und nachzudenken, ob und wann sie Kinder bekommen. Trotz Schlafmangel und anstrengender Stunden können wir auf gelungene Tage mit vielen positiven und spannenden Eindrücken zurückblicken.

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Link zum Artikel der Kreiszeitung: https://www.kreiszeitung.de/lokales/diepholz/syke-ort44535/elektronisches-geschrei-nacht-11488604.html